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neuer Beitrag 28.10.2010 16:57
ungelöst
  Webmaster2
3 Beiträge
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Hindenburgwall 

 RZ vom 28.10.2010:

„Nicht nur Hindenburg anlasten“

Der Verwaltungsrat des St. Nikolaus-Stiftshospitals in Andernach sammelt Unterschriften gegen die Beibehaltung des Straßennamens „Hindenburgwall“.

 

Die zur Begründung angeführten Schlagworte „Kriegstreiber“ (in der DDR-Propaganda ständige Bezeichnung für die Adenauer-Regierung) und „Antidemokrat“ werden weder der Person noch der historischen Situation gerecht. Zum „Kriegstreiber“: General Paul von Hindenburg wurde 1911 pensioniert und erst nach Kriegsausbruch 1914 reaktiviert, hatte also keinen Anteil an den Kriegserklärungen des Deutschen Reiches. Als Generalfeldmarschall drängte er die Reichsregierung 1918 zum Waffenstillstandsangebot, Kaiser Wilhelm II. riet er, nach Holland ins Exil zu gehen, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden.

Zum „Antidemokraten“: Hindenburg ist der einzige deutsche Präsident, der zweimal direkt vom Volk gewählt worden ist. Obwohl Monarchist, hielt er sich konsequent an seinen Eid auf die Verfassung der Weimarer Republik. Deshalb trat auch die von SPD und Gewerkschaften gebildete „Eiserne Front“ 1932 für seine Wiederwahl ein. Der 85-Jährige kandidierte nur, um die Wahl Hitlers zu verhindern. Was daraus wurde, ist bekannt. Das dem greisen Reichspräsidenten allein anzulasten, geht an der ausweglosen Situation von 1933 vorbei.

Dr. Busso von der Dollen, Lahnstein

 

 
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